Bebauungsplan Nr. 633 Gebiet: nördlich Heinrich-Hertz-Straße – östlich Knusthöhe

Die Stadt Remscheid beabsichtigt, das parkartige Gartengelände im Bereich einer bestehenden Villa für die Innenentwicklung zu nutzen. Ziel ist es, hier künftig Wohnnutzungen zu schaffen. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, wird für den bisher unbeplanten Bereich der Bebauungsplan 633 aufgestellt. Eine Änderung des Flächennutzungsplans ist hierfür nicht erforderlich.

Im gewählten Verfahren gem. § 13 a BauGB ist kein Umweltbericht erforderlich. Dennoch ist eine Überprüfung der Umweltverträglichkeit durch einen landschaftspflegerischen Begleitplan durch die Stadt gewünscht. Für die Bestandsbewertung wurde neben einer Biotoptypenkartierung auch eine Einzelbaumkartierung gem. Baumschutzsatzung der Stadt durchgeführt.

Eine besondere Herausforderung ist bei der vorliegenden Planung der Erhalt und die Integration der bestehenden Einzelbäume sowie weiterer Gehölzstrukturen, die z. T. als Wald i.S.d. Forstgesetzes und ausgewiesen sind.

Darüber hinaus wurden die Klimaschutzbelange durch eine spezielle Klimaschutzprüfung nach den Vorgaben der Stadt Remscheid durchgeführt, um den Fokus auf die Nutzung regenerativer Energien zu lenken.

Auch der gesetzliche Artenschutz (§§ 44, 45 BNatSchG) war in diesem Projekt von besonderer Bedeutung, da das Gebiet, auch aufgrund der bestehenden alten Gehölzstruktur, von einer vielfältigen Fauna besiedelt wird. Die Belange des Artenschutzes wurden durch Bauzeitbeschränkungen und weiteren Auflagen zum Abriss von Gebäudeteilen berücksichtigt.

Planerische Leistungen

  • Landschaftspflegerischer Begleitplan zum Bebauungsplan Nr. 633 Gebiet: nördlich Heinrich-Hertz-Straße – östlich Knusthöhe der Stadt Remscheid inkl. Eingriffsbilanzierung
  • Faunistische Kartierungen
  • Artenschutzprüfung (Stufe II) inkl. Maßnahmenplanung
  • Klimaschutzkonzept

Projektdaten

Auftraggeber: Stadt Remscheid
Bearbeitungszeitraum: 2016
Plangebietsgröße: ca.  13.500 m²

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