NN Neubau der A 20 (Küstenautobahn), Abschnitt 7

Der Neubau der A 20 zwischen Westerstede und Drochtersen gehört mit einer Länge von rund 120 km zu den derzeit größten deutschen Neubauplanungen von Autobahnen. Die von FROELICH & SPORBECK für den Planungsabschnitt 7 von Elm bis Drochtersen erarbeiteten umweltfachlichen Gutachten umfassen die niedersächsischen Marschen westlich der Elbe, die unter anderem durch wertvolle Hochmoorrelikte sowie Brut- und Rastvorkommen verschiedener, teilweise gefährdeter Vogelarten gekennzeichnet sind.

Die FFH-Verträglichkeitsprüfung konstatierte erhöhte Stickstoffeinträge in das Schutzgebiet Wasserkruger Moor; durch eine Verschiebung der Trasse konnte eine erhebliche Beeinträchtigung des Gebietes jedoch vermieden werden. Zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Verbotstatbestände wurden unter anderem verschiedene Leit- und Kollisionsschutzeinrichtungen und zum Erhalt von Vernetzungsfunktionen auch Faunapassagen, darunter auch eine Kreuzotterpassage geplant, die einen Austausch der Populationen in Schutzgebieten nördlich und südlich der Trasse weiterhin ermöglichen.

Ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Kompensation zielt insbesondere darauf ab, die Beeinträchtigungen der Brut- und Rasthabitate von Offenlandarten auszugleichen.

Planerische Leistungen

  • FFH-Verträglichkeitsprüfung
  • Landschaftspflegerische Begleitplanung
  • Vegetationskundliche und faunistische Kartierungen
  • Artenschutzprüfung

Projektdaten

Auftraggeber: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Stade
Bearbeitungszeitraum: 2009 ff.
Plangebietsgröße: 4820 ha

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